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1267 |
Man schreibt das Jahr 1261 als Stein am Rhein erstmals als Stadt urkundlich erwähnt wird. Grund- und Marktherr der Stadt war das Kloster St. Georgen.
Das älteste Stadtrecht Steins stammt aus dem Jahr 1385.
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1395 |
wurde das heutige Haus "Zum rothen Ochsen" erstmals erwähnt und ab |
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1446 |
in einer Urkunde als Wohnhaus und Wirtshaus verbrieft und ist es bis auf den heutigen Tag geblieben. |
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1615 |
wurde der Ochsen bei einer der ersten Bemalungen "roth".
Zusammen mit der "Vorderen Krone", dem "Weissen Adler", der "Steinernen Traube" und der "Sonne" war es eines der eindrucksvollsten Häuse am Platz. Das gilt sowohl für sein Äusseres, wie auch für sein Inneres. Ist er doch ein markanter Steinbau von 4 Stockwerken mit einem verzierten Steinerker, gotischen Staffelfenstern und Wandmalereien. Seine unregelmäßige Grundfläche ist imponierend.
Eindrucksvoll ist der Rothe Ochse geblieben. Heute ist es im Rothen Ochsen eher gemütlich und beschaulich, doch das war nicht immer so. So berichtet der Chronist, dass es manches mal hoch her ging und es 1501 im Gasthaus sogar zu einer Messerstecherei mit tödlichem Ausgang kam. "Täter war ein Fremder".
Die Besitzverhältnisse wechselten oft, bis der Rothe Ochsen kurz vor 1600 in den Besitz von Georg Schmid kam. Er war Bannerherr, Seckelmeister und Schultheiss. Aus dieser Familie kam der Freiherr Johann Rudolf Schmid von Schwarzenberg, "ein merkwürdiger Mann, der frühe den heimathlichen Boden verlassend, in fremden Staatsdienst bedeutenden Einfluß und eine ehrenvolle Stellung errang," schreibt 1862 Fr. Ziegler in der "Geschichte der Stadt Stein am Rhein. Dieser Freiherr Johann Rudolf Schmid von Schwarzenberg kam nach einem Feldzug in Italien als Sklave in die türkische Gefangenschaft, wird freigekauft und arbeitet sich empor zum Gesandten zwischen Wien und Konstantinopel für Kaiser Ferdinand II.
Um 1615 nimmt die Familie Schmid einen Umbau und die Renovation des Hauses vor. Der Erker und die Wandbemalung entstehen.
Im 19. Jahrhundert verliert Stein am Rhein seine Bedeutung. Viele reiche Bürger verlassen die Stadt und verkaufen ihre Anwesen. Doch der Rothe Ochsen bleibt bestehen.
Bedeutende Gäste hat das Haus im Laufe seiner Jahre gesehen. Sicherlich ist die Liste nicht vollständig, lebten doch ganz in der Nähe bedeutende Maler und Literaten in der Künstlerkolonie "Höri", die sicherlich auch einmal hier eingekehrt sind.:
- Viktor von Scheffel, Schriftsteller
- Ernst Jünger, Schriftsteller
- Wilhelm Furtwängler, Dirigent und Komponist
- Hugo Loetscher, Schriftsteller
- Erwin Jaeckle, Journalist, Schriftsteller und Politiker
- Prof. Rudolf Hotzenköcherle, Germanist und Mundartforscher
- Prof. Emil Steiger, Literaturhistoriker
- Walter Maier, Begründer der Manessebibliothek
- Wolfgang Binde, Redaktor
- Gottlieb Duttweiler, Begründer Migros
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